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Iris-Scans und Kontaktlinsen
Das Thema Sicherheit wird immer wichtiger. Verstärkt sollen nun biometrische Systeme mit Iris-Scan zur Grenzkontrolle und in Sicherheitsbereichen eingesetzt werden. Doch was genau meint Iriserkennung? Wird die Augengesundheit gefährdet? Und wie bedeutet das System für Kontaktlinsenträger?
Die menschliche Iris ist einmalig. Die mathematische Wahrscheinlichkeit, dass zwei verschiedenen Personen die gleiche Iris haben liegt bei 1: 10 hoch 78. Die Iriskontrolle gilt als besonders sicher, kaum Fehler und zudem nicht gefährlich für die Gesundheit der Augen.
Bei der Bildaufnahme wird die Regenbogenhaut nicht gescannt, wie viele vermuten, sondern schlicht fotografiert. Das Auge wird auch nicht Laserstrahlen ausgesetzt. Tatsächlich beleuchtet das Gerät die Iris lediglich mit einem schwachen Lichtblitz und nicht sichtbarer Infrarotstrahlung.
Der Computer vergleicht dann 266 Merkmale der Iris mit den gespeicherten Daten. Im Vergleich: Bei Fingerabdrücken gibt es nur 40 Erkennungsmerkmale. Besteht Übereinstimmung zum gespeicherten Bild, wird bei der Grenzkontrolle die Reise möglich, bei der Sicherheitskontrolle der Zugang gewährt.
Kontaktlinsen- und Brillenträger haben keine Einschränkungen. Die Brille wird einfach abgenommen. Und die Kontaktlinsen können im Auge bleiben. Selbst farbige Linsen stellen kein Problem dar, da das Irismuster auf Basis einer Schwarz-Weiß-Aufnahme analysiert wird. Nur Fun-Linsen, die komplette Iris bedecken, machen es dem System nicht möglich das Auge richtig abzubilden – es wird eine Fehlermeldung geben und das Weiterkommen unmöglich machen. Doch wer wird in Hochsicherheitsbereichen schon solche Linsen tragen wollen?
Iris- statt Passkontrolle gibt es weltweit in immer mehr Flughäfen. In Amsterdam und auch in Frankfurt kann man sich registrieren lassen. In einem Leipziger Krankenhaus ist die Neugeborenstation mit Irisscanner ausgestattet und auch Flugzeugbauer Boing setzt bei den Mitarbeitern auf dieses System. Egal ob Metallarbeiter oder Reisender – Kontaktlinsen können dabei also ganz unbedenklich getragen werden.

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