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Rotes Auge? Leider oft gar nicht harmlos

Es ist nur ein kleines Blutäderchen geplatzt oder eine leichte Bindehautentzündung – so denken viele und ignorieren entzündete rote Augen. Die meisten Menschen verzichten zumindest darauf, ihre Kontaktlinsen zu tragen, aber auch das ist nicht selbstverständlich. Tatsächlich kann ein rotes, tränendes und lichtempfindliches Auge Symptom für verschiedene Erkrankungen sein.

Besonders spektakulär ist der Fall eines jungen Engländers. Der 29jährige kam mit einem roten entzündeten Auge in die Notaufnahme einer Klinik in Leeds. Ursache der Augenreizung war aber nicht wie vermutet eine bakterielle Bindehautentzündung – Grund der Beschwerden waren Spinnenhaare im Auge. Der Patient hatte das Terrarium seiner Vogelspinne gesäubert und war dem Tier zu nahe gekommen. Die Spinne schoss darauf Haare ab, die ihren Besitzer im Gesicht trafen. Die feinen Haare haben Widerhaken und sind kaum aus Gewebe zu entfernen. Nur durch eine sechsmonatige Behandlung mit steriodhaltigen Augentropfen konnte dem Spinnenfreund geholfen werden.

Auf ganz unterschiedliche Reizungen und Krankheiten reagiert das Auge oft mit ein und demselben Symptom: Es wird rot. Häufig ist eine Bindehautentzündung Auslöser des „roten Auges“. Hervorgerufen werden kann sie durch eine Infektion mit Viren oder Bakterien oder durch eine Allergie. Rote Augen können aber auch das Symptom einer Entzündung im Augeninneren, einer Uveitis sein. Eine Uveitis kann das Augenlicht bedrohen!

Plötzlicher Druckanstieg und Fremdköper im Augenlid können ebenfalls eine Ursache für rote Augen sein – auch eine Unverträglichkeit der Kontaktlinsen oder eine Verunreinigung von Haftschalen kann die gereizten Augen verursachen.

Weil es so viele mögliche Ursachen gibt, ist eine fachkundige Untersuchung durch den Augenarzt unbedingt angeraten! Denn nicht immer ist der Grund banal und geht allein durch freiverkäufliche Salben oder Tropfen weg. Dr. Georg Eckert, Pressesprecher des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands erklärt: „Es ist erstaunlich, wie oft beispielsweise ein Fremdkörper das ,rote Auge‘ verursacht, den die Patienten selbst gar nicht registrieren und der erst durch die augenärztliche Untersuchung überhaupt erkannt wird – nachvollziehbar, dass Tropfen und Salben in solcher Situation nicht helfen können.“ Eine gründliche Untersuchung beim Augenarzt ist die beste Voraussetzung dafür, dass die Beschwerden wirkungsvoll behandelt werden.

„Es ist wichtig, die tatsächliche Ursache des ,roten Auges‘ zu erkennen“, erklärt auch Prof. Dr. med. Ines Lanzl von der Augenklinik der TU München rechts der Isar. „Wenn sich Zeichen für eine Entzündung im Augeninneren finden, dann ist die Behandlung eine ganz andere als bei einer Bindehautentzündung.“ Um festzustellen, ob eine solche Entzündung im Auge vorliegt, muss der Augenarzt den Patienten mit der Spaltlampe untersuchen.

Grundlage der erfolgreichen Behandlung ist aber immer die gezielte Suche nach der eigentlichen Ursache – ein guter Grund, das „rote Auge“ nicht einfach als Bagatelle abzutun. Ist die Entzündung abgeklungen, können nach Rücksprache mit dem Augenarzt auch wieder Kontaktlinsen getragen werden. Bei entzündeten Augen bitte immer zur Brille greifen und den Augenarzt Ihres Vertrauens aufsuchen.


© thegarden – Fotolia.com

Geschrieben von admin

Veröffentlicht unter: Augengesundheit, Tipps für Kontaktlinsenträger, Vermischtes

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