See more on Seeside » Augengesundheit, Tageslinsen, Tipps für Kontaktlinsenträger, Vermischtes » Tauchen und Kontaktlinsen
Tauchen und Kontaktlinsen
Unendliches Blau, Korallen und bunte Fische – die Faszination der Unterwasserwelt fasziniert viele. Doch worauf müssen Menschen mit Sehschwäche bei diesem Sport achten? Wie vertragen sich Kontaktlinsen und Taucherbrille?
Ein bisschen Schnorcheln ist etwas anderes, als richtiges Tauchen. Wer Nemo und Co. aus der Nähe auf dem Korallenriff betrachten möchte, braucht eine richtige Ausrüstung und einen Tauchschein. Für den richtigen Durchblick unter Wasser sorgt eine gut sitzende Tauchmaske. Sie muss vor allem zur Form des Gesichts passen und dabei Nase und Augen luftdicht umschließen, ohne zu drücken. Für alle Taucher mit Sehschwäche gibt es nun verschieden Möglichkeiten. Es gibt Masken, bei denen sogar optische Gläser einfügt werden können, je nach benötigter Sehstärke. Diese so genannten optischen Tauchmasken sind nicht günstig. Experten empfehlen daher unbedingt Kontaktlinsen unter einer regulären Tauchmaske. Klarer Vorteil von Kontaktlinsen: Sie sind besser an die individuelle Sehschwäche angepasst und sie bieten sofort nach Abnahme der Maske eine gute Sicht. Das kann bei schwierigem Auftauch- oder Abtauchmanöver sehr wichtig sein.
Einige Kontaktlinsenträger verzichten tatsächlich ganz auf Sehhilfen unter Wasser. Denn durch die verbesserte Brechzahldifferenz von Luft zu Wasser erscheinen Objekte unter Wasser etwa um ein Drittel größer. Man sollte aber bedenken, dass auch die Unschärfen zu nehmen und dass die Augen im Wasser erheblich zum Gleichgewichtssinn beitragen. Daher wird geraten auch unter Wasser Fehlsichtigkeiten zu korrigieren.
Welche Kontaktlinsen sind am besten zum Tauchen geeignet? Generell sollte bedacht werden, dass sich beim Tauchen vermehrt Stickstoff aus dem Körper löst – dieser wird beim Auftauchen wieder abgegeben. Dies führt ab einer bestimmten Tiefe zu Gasblasen im Körper und beeinflusst auch die Tränenflüssigkeit.
Unter harten Kontaktlinsen können sich unter der Dekompression daher Stickstoffbläschen bilden und sich zwischen Linse und Hornhaut festsetzen. Es entsteht ein Druck auf die Hornhaut aus und diese quellt zeitweise auf, sodass sich die Lichtbrechung ändert. Folge: ein unangenehmes „Nebelsehen“. Durch langsames Auftauchen und kräftiges Blinzeln lässt sich das Phänomen oft vermeiden.
Weiche Kontaktlinsen haften besser am Auge und sind flexibler, Bläschenbildung ist bei ihnen meist gänzlich ausgeschlossen.
Aufpassen müssen Taucher mit Kontaktlinsen vor allem bei Wassereinbruch in der Maske: Hier droht ein Verlust der Linsen. Schließen der Augenlider kann helfen.
Seeside.de-Tipp: Wählen Sie weiche Tageslinsen der neuesten Generation wie 1-Day Acuvue TruEye oder Focus Dailies AquaComfort Plus. So haben Sie immer frische Linsen, mit bester Sicht und müssen sich keine Sorgen über einen eventuellen Verlust machen – in der Packung wartet ja schon das nächste Paar.
Bild: © Hennie Kissling – Fotolia.com
Veröffentlicht unter: Augengesundheit, Tageslinsen, Tipps für Kontaktlinsenträger, Vermischtes










