Günstige Kontaktlinsen online bestellen - seeside.de
 

Machen Krawatten blind?

Manche Männer haben ziemlich schräg gemusterte Kragenbinder. Der Schlips bietet immer einen Blick in die Seele des Trägers. Wie man bindet, so möchte man sein: gediegen seriös in gedeckten Farben, verspielt mit Bärchen oder Delphinen oder cool in Leder. Doch überzeugte Schlipsträger sollten gewarnt sein: Eine zu eng gebundene Krawatte kann die Augen schädigen. Dies gilt auch für Brillen- und Kontaktlinsenträger.

Schlips-Muffel haben so etwas ja schon immer geahnt: Krawatten können die Blutzufuhr zum Gehirn drosseln. Das stimmt wirklich, wie der New Yorker Augenarzt Robert Ritch herausfand. In einer Studie konnte er belegen, dass zu fest geschnürte Krawattenknoten eine Erblindung bewirken können. Denn sie erhöhen das Risiko an einem Glaukom (Grüner Star) zu erkranken. Schätzungsweise ein Prozent der Bevölkerung leidet unter dieser Augenerkrankung, bei der der erhöhte Augeninnendruck den Sehnerv zerstören kann.

Krawatten steigern Augeninnendruck

Die New Yorker Forscher untersuchten den Augeninnendruck von Männern mit und ohne Grünem Star beim Tragen einer Krawatte, die sehr fest gebunden war. Bei den 60 Prozent der Kranken war schon nach drei Minuten der Druck erhöht, bei den Gesunden sogar bei 70 Prozent. Den gestiegenen Innendruck verursacht das im Auge ständig neu gebildete Kammerwasser – es kann nicht mehr richtig abfließen. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass durch das enge Abbinden die großen Halsvenen so sehr eingeengt werden, dass sich das Blut staut.

Wer den Krawattenknoten täglich und lange sehr fest knüpft, riskiert eine chronische Steigerung des Augeninnendrucks und damit das Risiko einer Augenerkrankung. Wichtiger Hinweis von Armin Mechkat, Arzt der Techniker Krankenkasse: “Den Schlips nicht zu eng binden! Gerade Menschen, die beispielsweise aus beruflichen Gründen täglich eine Krawatte tragen, sollten hierauf achten.”


Bild: © Robert Kneschke – fotolia.de