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Schielen – nicht nur ein Schönheitsfehler

Och – so ein kleiner Silberblick ist doch niedlich. Schauspieler wie der als Highlander bekannte Christopher Lambert scheinen dies zu bestätigen. Aber es kann eben nur einen geben. Denn tatsächlich ist Schielen mehr als ein niedlicher Schönheitsfehler. Aus dem Schielen können tatsächlich Sehstörungen resultieren. Können Kontaktlinsen denn helfen?

Wenn ein Kind sehr stark schielt, erhält das Gehirn stark abweichende Bilder, so wird auf Dauer durch das Gehirn die Sehleistung eines Auges stark unterdrückt und als Folge sehschwach. Tritt die Fehlsicht schon kurz nach der Geburt auf, kann dadurch die Entwicklung des räumlichen Sehens bedroht werden. Daher ist die Augenuntersuchung im ersten Lebensjahr besonders wichtig.

Um so jünger der Behandelte, desto besser die Erfolgschancen eine Schielerkrank zu heilen. Bis Kinder 10 Jahre alt sind, können sich die neuronalen Verbindungen noch ändern – dann ist der Prozess des Sehenlernens beendet. Den Prozess kann ein Augenarzt zwar selbst nicht beeinflussen, eine kurze OP der Muskeln, die die Augenbewegungen lenken kann allerdings einen Ausgleich des Schielens ermöglichen.

Augenoperation gegen Schielen

Die Routineoperation wird unter Vollnarkose durchgeführt und dauert etwa eine halbe Stunde. Zur Vorbehandlung werden die Weitsichtigkeit und die Sehschwäche mit einer Brille und der Abdeckung des gesünderen Auges behandelt. Die Operation selbst hat ein geringes Risiko: Nur zwei der sechs Muskeln werden korrigiert. Bei dem außerhalb des Augapfels stattfinden Eingriff wird die Bindehaut aufgeschnitten und die Muskeln verkürzt oder im Ansatz verändert. Es wird mit selbstauflösendem Faden gearbeitet, so dass keine Nachbehandlung nötig ist.

Nach der OP müssen die Patienten vier Wochen Augentropfen nehmen, die Augen drei Tage schonen und zwei Wochen auf das Schwimmen verzichten. Gezieltes Augentraining und enge Nachuntersuchungen gehören dazu. Bei jungen Patienten ist nach einem Eingriff das Problem meist dauerhaft gelöst. Bei Erwachsenen ist dies allerdings oft wesentlich schwieriger – dies liegt auch stark daran, dass der Prozess des Sehenlernens bei ihnen ja abgeschlossen ist.

Mit Kontaktlinsen lässt sich ein Schielen kaum korrigieren. Eine Brille kann dies zumindest ein bisschen ausgleichen. Die Kontaktlinse dreht sich während des Lidschlags im Auge und bleibt nicht an einer statischen Position – so kann sie bei dieser besonderen Sehschwäche keinen Erfolg bringen. Linsen können zwar die Weitsichtigkeit ausgleichen – nicht aber das Schielen. Also gut sehen: ja. Gut aussehen: nein. Aber Christopher Lambert spielte den Highlander auch mit Kontaktlinsen und mit Silberblick. Aber es kann eben nur einen geben.


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