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Zahn lässt Blinde wieder sehen

Verspäteter Aprilscherz? Ein Zahn im Auge ermöglicht Sehen. Tatsächlich geht es diesem neuen Verfahren um eine Linse – allerdings nicht um eine Kontaktlinse.

Spontan denkt man beim Stichwort Zahn im Auge an einen James-Bond-Film. Aber nicht der legendäre Tüftler Q hat sich wieder eine raffinierte neue Technik ausgedacht, es waren US-amerikanische Augenärzte aus Florida.

Sharron Kay Thornton (60) war blind. Sie hatte zwar einen funktionierenden Sehnerv und eine gesunde Netzhaut – aber ihre Augenlinse war defekt. Künstliche Linsen stieß der Körper der Patientin ab. Damit diese körperliche Abwehrreaktion unterdrückt werden konnte, musste eine spezielle Kunstlinse mit einer Fassung aus köpereigenen Gewebe angefertigt werden – die ideale Möglichkeit dafür bot ein eigener Zahn.

Künstliche Hornhaut mit körpereigenem Gewebe

Gar nicht so seltsam, denn auch bei verletzten Hornhäuten ist es oft nicht möglich, einen Spender zu finden. Einzige Möglichkeit ist daher oft eine künstlichen Hornhaut, die sogenannte Osteo-Odonto-Keratoprothese. Hier bildet das Material einer Zahnwurzel und des umgebenden Zahnhalteapparats den Rahmen. Eingefügt wird ein Kunststoff, der die Funktion der Hornhaut übernimmt. Die Operation ist kompliziert und das Ergebnis leider unschön anzusehen. Solche Prothesen sind daher Notlösungen.

Der amerikanischen Patientin brachte die ungewöhnliche Idee der Doktoren jedoch ihr Augenlicht wieder. Zunächst wurde ein Eckzahn gezogen, damit er als Halterung für eine Kunstlinse dienen konnte. Nun konnte Mrs. Thornton sogar wieder lesen. Ob sie zu der Kunstlinse noch eine Lesebrille oder gar Kontaktlinsen benötigt, wurde nicht veröffentlicht. Unklar ist auch, ob ihr der Anblick von knackigen grünen Äpfel gefällt – kraftvoll zubeissen kann sie ja ohne den Eckzahn nicht mehr.


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